Strahlenschutzkommission bestätigt Ergebnis der KiKK-Studie

Wer nahe an einem AKW wohnt, trägt ein höheres Leukämierisiko als Andere. Besonders gefährdet sind kleine Kinder. Dieses zentrale Ergebnis der sogenannten KiKK-Studie (Epidemiologische Studie zu Kinderkrebs in der Umgebung von Kernkraftwerken) ist durch den Prüfbericht der Strahlenschutzkommission nun endgültig als wissenschaftlich gesichert anzusehen.

Studienergebnisse ernst nehmen – Vorsorge ausbauen

Die Bundestagsfraktion von Bündnis 90 / Die Grünen fordert die Regierung auf, nun endlich ihre Vorsorgepflicht ernst zu nehmen und die Untersuchung und Erforschung radioaktiver Niedrigstrahlung auszubauen. Zentraler Untersuchungsgegenstand der Strahlenforschung in den nächsten Jahren muss die Erforschung der Wirkung von andauernder atomarer Strahlung unterhalb der zulässigen Grenzwerte auf den menschlichen Organismus und insbesondere auf junges und ungeborenes Leben sein.

 Ende 2007 legte das Mainzer Kinderkrebsregister im Auftrag des Bundesamtes für Strahlenschutz (BfS) die KiKK-Studie vor, die den von vielen Ärzten befürchteten Zusammenhang zwischen dem Betrieb von Atomkraftwerken und der Häufigkeit von Krebserkrankungen bei Kindern belegt. Das Ergebnis passt zu ähnlichen Untersuchungen, die weltweit durchgeführt wurden.
In einer so genannten Metaanalyse (Analyse der Ergebnisse verschiedener Studien) wurde im laufenden Jahr bereits ein statistischer Zusammenhang zwischen Leukämiezahlen bei Kindern und dem Betrieb von Atomkraftwerken festgestellt. Auch in den USA und Japan ist dieser Zusammenhang wissenschaftlich nachgewiesen. Neu ist allerdings, dass nachweislich das Risiko für Kinder, an Leukämie zu erkranken, umso größer ist, je näher sie am Reaktor wohnen. Die Befürworter der Risikotechnologie Atomkraft versuchen alles, um die Ergebnisse der Studie kleinzureden.

Im Bericht der Strahlenschutzkommission, die mit Gegnern und Befürwortern der Atomtechnologie besetzt ist, werden zwar die Ergebnisse der KiKK-Studie bestätigt, gleichzeitig aber bemängelt, dass in der Studie keine Aussagen zur Strahlenexposition und Erhebung von Einflussfaktoren gemacht werden. Daraus wird der Schluss gezogen, dass es deshalb vernünftiger gewesen wäre, die Studie in dieser Weise nicht durchzuführen. Diese Gedankenkonstruktion zeigt, was manche meinen: "Was nicht sein darf, kann auch nicht sein."
Für uns Grüne ist dagegen klar: Atomare Strahlung birgt eine große Gefahren für Mensch und Umwelt, und erhöht das Risiko, an Krebs zu erkranken. Kinder und das ungeborene Leben sind am stärksten bedroht.

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