Anfrage der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen zu den Wasserlieferverträgen

Anfrage (20.11.2025):

In der Mitteilung MI-2836/2025 zur Umsetzung des Rodgauer Wasserkonzepts teilte Bürgermeister Breitenbach mit, dass die Vertragsentwürfe der neuen Wasserlieferverträge für die Stadtteile Weiskirchen, Hainhausen, Jügesheim und Dudenhofen noch im September dieses Jahres fertiggestellt und der Stadt Rodgau ausgehändigt würden. Die zukünftig benötigten Wassermengen für Nachverdichtung und Neubaugebiete würden dabei Berücksichtigung finden. Die alten Wasserlieferverträge wurden von den Stadtwerken bereits 2022 von den Rodgauer Stadtwerken gekündigt.

Wir fragen dazu:

1. Warum wurden die Wasserlieferverträge im Februar 2022 von den Stadtwerken gekündigt?

2. Wurden – wie angekündigt – die Verträge im September unterzeichnet?

3. Wenn nicht, warum nicht?

4. Wenn ja, welche Wassermengen (qm/a) sind vertraglich zugesichert und werden künftig vom ZWO geliefert?

Vielen Dank im Voraus für die Beantwortung.

Karin Wagner
Fraktionsvorsitzende Bündnis 90/Die Grünen

Antwort (08.12.2025):

Zu 1
Warum wurden die Wasserlieferverträge im Februar 2022 von den Stadtwerken gekündigt?

Die bestehenden Einzelverträge zwischen der Stadt Rodgau und dem Zweckverband Wasserversorgung Stadt und Kreis Offenbach (ZWO) wurden bereits 2018 gekündigt.
Zweck dieser Kündigung war es, die Verträge mit teilweise historisch falschen Inhalten aus den 70er Jahren auf die heutige Zeit anzupassen und einen gemeinsamen Wasserliefervertrag für alle durch den ZWO versorgten Stadtteile zu erstellen.

Der ZWO verpflichtete sich jedoch weiterhin die jährlich benötigte Wassermenge zur Verfügung zu stellen.

Am 17.02.2025 kündigte nun der ZWO seinerseits die Wasserlieferung zu folgenden Terminen:

Rodgau – Dudenhofen zum 14.10.2028

Rodgau – Hainhausen zum 08.07.2029

Rodgau – Jügesheim zum 27.02.2030

Rodgau – Weiskirchen zum 31.12.2028

Zu 2
Wurden – wie angekündigt – die Verträge im September unterzeichnet?

Die Verträge sind bis dato nicht unterzeichnet.

Zu 3
Wenn nicht, warum nicht?

Die Stadtwerke stehen in Verhandlungen mit der Geschäftsführung des ZWO. Am 17. Juli 2025 stimmte der (damalige) Geschäftsführer den benötigten Wassermengen zu. Aufgrund des Wechsels in der Geschäftsführung des ZWO ist hier leider noch keine Finalisierung erfolgt.

Zu 4
Wenn ja, welche Wassermengen (qm/a) sind vertraglich zugesichert und
werden künftig vom ZWO geliefert?

Die Stadtwerke benötigen eine Trinkwassermenge im Durchschnitt in einem „normalen Jahr“ von ca. 1,7 Mio. Kubikmetern und in einem Hitzejahr ca. 2 Mio. Kubikmetern. In diesen Zahlen sind Neubaugebiete (Rodgau West) bereits inkludiert.

Max Breitenbach
Bürgermeister

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