Grüne erinnern mit einem Infostand an „Tschernobyl „Havarie“

Vor 40 Jahren am 26. April 1986 um 1:23 Uhr Ortszeit kam es im Atomkraftwerk Tschernobyl in Block vier zur Explosion des Kernreaktorsund zur Freisetzung enormer Mengen Radioaktivität in die Erdatmosphäre. Am Montag den 28. April 1986 wurde aufgrund erhöhter Radioaktivität auf dem Gelände des über 1200 Kilometer entfernten schwedischen Atomkraftwerk Forsmark automatisch Alarm ausgelöst. Kurz danach wird aus Moskau eine „Havarie“ gemeldet.
In einem Fernsehinterview mit der Tagesschau erklärt der damalige Bundesinnenminister Friedrich Zimmermann (CSU), dass eine Gefährdung der deutschen Bevölkerung „absolut auszuschließen“ sei. Es gebe keinen Anlass zu handeln. Eine Gefahr bestünde nur im Umkreis von 30 bis 50 Kilometern rund um den Reaktor.
Der folgende erste Mai ist ein sonniger Frühlingstag, der in Deutschland vielfach unter freiem Himmel verbracht wurde, während eine radioaktive Wolke Deutschland bereits erreicht hatte. In den folgenden Monaten wurden Spielplätze gesperrt, Milch nur noch als Pulver gekauft und täglich radioaktive Messwerte in den Zeitungen veröffentlicht. Noch heute sind in Süddeutschland erhöhte Cäsiumwerte in Waldböden, Pilzen und Wildschweinen nachweisbar.

Die Rodgauer Grünen erinnern am Sonntag den 26. April von 11:00 Uhr bis 14:00 Uhr mit einem Infostand auf dem Puiseauxplatz an die dramatischen Folgen dieses „Super Gaus“ und laden zu Gesprächen und Austausch ein

Wer möchte kann persönliche Erinnerungen aus diesen ereignisreichen Monaten als Text oder Foto an info@gruene-rodgau.de mailen, oder zum Infostand mitbringen.

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